Die längste Etappe dieser Resie ist geschafft und die folgende wird ein „Urlaub“ innerhalb des großen Abenteuers. Zunächst noch weiterhin alleine zieht mich mein Weg nach Innset. Dort verbringe ich einen Ruhetag auf der Huskyfarm und es folgt eine Veränderung, auf welche ich mich schon die ganze Resie sehr gefreut habe. Diese Etappe werde ich mit Unterstützung laufen! Rouven, sehr guter Freund aus alten Tagen, wird mich die gesamte Etappe über, bis nach Kilpisjärvi, begleiten. Wir haben es geschafft, dass es zeitlich hinhaut und so freue ich mich auf eine ganze neue Seite des Fernwanderns… gemeinsam wandern!
Erste Zweifel, ob das mit meinem etablierten Wanderrythmus überhaupt passt, können schnell vertrieben werden und durch die recht kurzen Tagesetappen, entsteht ein Gefühl von Urlaub. Dazu kommt mein sagenhaftes Glück, was das Wetter angeht. Seit nunmehr fast 2 Wochen hält sich ein Schönwetter hoch über Nord-Norwegen, welches das Wandern durch den den einzigartigen Øvre Dividalen Nationalpark zu perfekten Bedingungen ermöglicht.
So wird diese Etappe zu einer der landschaftlich schönsten der ganzen Reise und die Gemeinsamkeit mit einem sehr guten Freund verschafft uns beiden Geschichten fürs Leben. Von Riksgränsen, durch den Øvre Dividalen Nationalpark, am Dreiländerpunkt Skandinaviens vorbei und bis nach Kilpisjärvi, Finnland. Ich komplettiere damit die 3 großen skandinavischen Brüder und komme dem nördlichen „Ende der Welt“ näher und näher.
Die Reisetagebücher jedes Tages:
Tag 103 / Riksgränsen - Schwedisch Lappland
Tag 104 / Schwedisch Lappland - Lappjordhytta
Tag 105 / Lappjordhytta - Innset Huskyfarm
Tag 106 / Ruhetag Innset Huskyfarm
Tag 107 / Innset Huskyfarm - Gaskasshytta
Tag 108 / Gaskasshytta - Vuomahytta
Tag 109 / Vuomahytta - Dividalshytta
Tag 110 / Dividalshytta - Dærtahytta
Tag 111 / Dærtahytta - Rostahytta
Tag 112 / Rostahytta - Gappohytta
Tag 113 / Gappohytta - Goldahytta
Tag 114 / Goldahytta - Kilpisjärvi
Im Nachhinein betrachtet...
… ist das gemeinsame Wandern eine ganze andere Sache als das alleinige Wandern. Ohne eine Aussage darüber treffen zu wollen, welches jetzt die bessere Variante ist, habe ich gelernt, dasses nicht selbstverständlich ist, mit jedem Tempo und jedem Charakter zurechtzukommen. Das gemeinsame Wandern hat den wunderschönen Faktor des Teilens. Alle Erlebnisse werden nicht nur im eigenen, sonder auch im gemeinsamen Buch des Lebens geschrieben und das schweißt zusammen. Allerdings fällt es mit in Begleitung schwerer, mich auf meine eigenen Gedanken zu konzentrieren und damit stauen sich ab und dann eine Menge „unfertiger“ Gedankengänge an. So war diese gemeinsame Zeit eine ganz andere Wanderung für mich. Eine Wanderung, welche ich mehr als Kurzurlaub wahrgenommen habe. Das war allerdings genau richtig, da ich mir, durch die kürzeren Tagesetappen, mehr Erholung und Reserven für den weiteren Weg zurückholen konnte.
Ich werde diese gemeinsame Zeit nie vergessen und freue mich bis heute noch sehr darüber, dass ich einen größeren Teil meiner Reise mit einem so wichtigen Menschen in meinem Leben teilen konnte. Aber für die Gesamtheit der Reise, war es die absolut richtige Entscheidung, alleine zu gehen.
Die gesamte Route auf einen Blick:
Falls Interesse an .gpx Dateien meiner Route besteht, gerne per Kontaktformular melden. Ich helfe gerne weiter 🙂























































































